Kooperation mit dem Luftbrückemuseum

Anlässlich des 70. Jubiläums zum Ende der Luftbrücke Faßberg-Berlin 1949 haben sich die Grundschulen Müden und Faßberg im Schuljahr 2018/2019 zum Ziel gesetzt, den humanitären Akt der Unterstützung für eine ganze Stadt auch für Grundschulkinder von heute begreifbar zu machen.

Um die Erinnerungsstätte „Luftbrücke“ in Faßberg kindgerecht zu gestalten, bildete sich eine Arbeitsgemeinschaft mit 25 Schülerinnen und Schülern. Begleitet durch einen Vertreter des Faßberger Fliegerhorstes, Herrn Paul Hicks, einem Vertreter des Fördervereins Erinnerungsstätte Luftbrücke, Herrn Martin Sagehorn und einem Vertreter aus der Elternschaft, Herrn Tobias Koch entwickelten die Faßberger und Müdener Lehrkräfte, Frau Maren Holubek und Frau Heike Conrads eine Rallye durch das bestehende Luftbrückenmuseum „Von Flugzeuge, Kohle und dem Rattenfänger von Hameln“. Erkundet wird das Museum dabei anhand von acht interaktiven Stationen an Tablets. Dabei tauchen die beiden Identifikationsfiguren Rosi Rosinchen und Karlchen Kohle immer auf und helfen bei der Beantwortung der Fragen. Ebenso enstand ein kindgerechter Informationsfilm in Zusammenarbeit mit dem Videostudio des technischen Ausbildungszentrums Luftwaffe der Abteilung Nord. Seit der Eröffnung im Mai 2019 können Erwachsene und Kinder ab dem Grundschulalter die Erinnerungsstätte gemeinsam besuchen und erleben.

Absolutes Highlight der AG ist die jährlich geplante Berlinfahrt. Bei dieser Fahrt sollen die Kinder an Originalschauplätzen den Ablauf der Luftbrücke unmittelbar erfahren. Ebenso kam es bereits zu einem Treffen mit der Zeitzeugin Mercedes Wild, die das Kinderbuch „Mercedes und der Schokolade-Pilot“ geschrieben hat. Das Bilderbuch ist Gegenstand der AG-Stunden und vermittelt den Schülerinnen und Schülern dort einen Eindruck in das Leben in der eingeschlossenen Stadt Berlin aus Kindersicht.